Bio (Lebenslauf)

Seit den 70er Jahren Comedy-Lieder-Macher.

Ständige Auftritte in den legendären (West)Berliner Musikkneipen GO-IN, Steve Club und Folkpub.

Nach Solo-Erfolgen Gründung der GEBRÜDER BLATTSCHUSS u.a. mit JÜRGEN VON DER LIPPE und HANS WERNER OLM

Größter Erfolg: „KREUZBERGER NÄCHTE“ (Autor: B.Pohlmann)

Als Mitglied der Gebrüder Blattschuss Fernseh-Auftritte zwischen ZDF-Hitparade und Scheibenwischer, live bei Veranstaltungen im Bereich zwischen Dorfdisco und „Künstler für den Frieden“.

Während einer Kunstpause der Gebrüder Blattschuss in den 80ern GAG-AUTOR bei  RTL.  Zusammenarbeit u.a. mit HUGO EGON BALDER. Danach Synchron-Texter speziell für Sitcoms, u.a. BENNY HILL SHOW.

Ende der 80er zusammen mit dem Musiker Kalle Ricken Wiederbelebung der Gebrüder Blattschuss als Duo.

Seit 2003 inzwischen wieder ca. 100 Solo-Auftritte pro Jahr.

Wiederholt gebucht für den „Blauen Montag“,  die „Lange Nacht der Poesie“ sowie vom Kabarett Kerzenscheune bei Rostock, Kulturmühle Bischheim, Kulturring Berlin, Cabaret Knieriem Berlin. Mixed Shows mit Dr. Eckart von Hirschhausen, Thomas Nicolai (Der blonde Emil), Ingo Oschmann, Ass-Dur, Cindy aus Marzahn (im Quatsch Comedy Club), Olaf Schubert u.v.a.

Das Programm „Ich war mal schön“ enthält die besten Gags und witzigsten Songs aus 30 Bühnenjahren, z.B. eine spezielle akustische Comedy-Version der „Kreuzberger Nächte“. 

Derzeitiger Schwerpunkt: Auftritte bei betrieblichen und privaten Feiern.

Meine Geschichte als kurze Geschichte

Ich wurde an einem 24.12. im vorigen Jahrhundert geboren. Das Datum war kein Zufall, meine ältere Schwester sollte ein Weihnachtsgeschenk bekommen, aber die Pohlmanns waren arm und so musste was Selbstgemachtes her.

Fortan versuchte ich allen Menschen Freude zu machen, was mir aber speziell bei den Lehrern nicht gelang. Ich habe mich dann bis zum Abitur durchgemogelt, den Führerschein gemacht, mich aus der Bundeswehr rausgeklagt und mehrere Studien erfolgreich abgebrochen.

Nebenbei und bald hauptsächlich bin ich mit eigenen oder gut geklauten Songs in Westberliner Clubs aufgetreten. Dann habe ich sogar eine Langspielplatte gemacht, die ich aber erst ein Jahr später gehört habe, weil ich keinen Plattenspieler hatte.

2,3 Jahre später kannte ich ein paar mehr von meinem Schlag und aus einer Session von Kabarettisten, Liedermachern und Blödelbarden ging die Gruppe „Gebrüder Blattschuss“ hervor. Auf dem zweiten Album fehlte noch ein Stück und als Lückenbüßer wurde mein Lied „Kreuzberger Nächte“ ausgewählt.

Es ging uns ähnlich wie den Hard-Rock-Bands, deren einziger Hit eine Ballade war. Das für untypischte Lied wurde ein Hit und bis heute muss ich damit und kann davon leben. Das Leben mit nur einem Hit ist übrigens erheblich besser als mit keinem Hit.

Jürgen von der Lippe verließ die Gruppe und machte damit einen Auftritt in der ZDF-Hitparade möglich, die damals nur Gruppen mit maximal 3 Leuten zuließ.

Das Ergebnis, drei, vier Monate später, dreimal Platz eins, eine Goldene Schallplatte und insgesamt 800.000 verkaufte Singles. Wir machten dann solange weiter, bis uns die Puste ausging.

Meine beiden Kollegen gingen zurück auf die Uni, aber da bei mir die Abiturnote nicht für mein Wunsch-Studium ausreichte, machte ich einfach weiter. Gag-Autor bei rtl (damals ein kleiner Radiosender), Synchrontexte für Sitcoms bei den aufkommenden Privatsendern und ab und zu Soloauftritte.

Ende der 80er rasselte ich mit Kalle Ricken zusammen. Wir wollten ein Country-Band aufmachen, aber nach der Wende in der DDR war dort Bedarf nach Westprogramm und wir machten „Blattschuss“ wieder auf und spielten gut 10 – 15 Jahre die Ehemalige rauf und runter.

Als das nachließ, hatte ich die Idee, als Kurierfahrer zu arbeiten. Aber da hätte ich erstmal 2000 € (oder waren das noch D-Mark?) investieren müssen, bevor ich irgendwas verdiente. Also dann doch lieber zurück zu den Wurzeln und Solo-Auftritte machen.

Ich nahm alles mit, war Rockstar im Seniorenheim, ältestes Talent im Quatsch Comedy Club, Erheiterungs-Fachkraft in Rehakliniken und machte großes Kino auf Kleinkunst-Bühnen.

Heutzutage bespaße ich hauptsächlich private und geschäftliche Feste sowie ahnungslose Senioren-Reisegruppen und ich weiß nicht, wo das alles enden soll …